Wir erklären Ihnen, auf was es bei der Akkupflege ankommt, damit Sie lange Spaß am E-Bike-Fahren haben. | JP-ebikes.de

Der richtige Umgang mit dem Akku

Akku ist die Kurzform für das lateinische Wort Accumulator. Dies bedeutet übersetzt „Sammler“. Ein Akku ist ein wiederaufladbarer Energiespeicher, er liefert dem Elektromotor des E-Bikes die gewünschte Zusatz-Energie.

Die meisten E-Bikes nutzen einen Lithium-Ionen-Akku. Der Akku sitzt zum Teil auf dem Rahmen, zum Beispiel dem Gepäckträger. Moderne Designs integrieren den Akku ganz bzw. teilweise in den Rahmen. Akkus wiegen heute etwa 2,5 kg und sind eines der teuersten Bauteile am E-Bike.

Die Lebensdauer eines Akkus liegt bei gut fünf Jahren. Je nach Umgang, kann diese auch länger oder sogar kürzer sein! Die richtige Akkupflege lohnt sich also.

Nachfolgend finden Sie wichtige Tipps zum Umgang mit einem E-Bike-Akku. 

1. Akku einfahren

Ein neuer Akku sollte ein paar Mal vollständig entladen und wieder aufgeladen werden. Diese Tiefenentladung hilft dem Batterie-Management-System bei der Kalibrierung.


2. Ladeverhalten

Lithium-Ionen-Akkus sollten nach dem Einfahren nur noch alle paar Wochen oder Monate vollständig entladen oder aufgeladen werden. Förderlicher sind Zwischenladungen, da diese weniger Spannungen erzeugen und die Ladezellen schonen. Einen Memory-Effekt besitzen Lithium-Ionen-Akkus nicht.

Der Ladeprozess sollte im Idealfall bei Zimmertemperatur erfolgen.


3. Reinigung, Wartung, Reparatur

Schalten Sie bei Reparatur-, Wartungs- und Pflegearbeiten am E-Bike immer das Antriebssystem aus und entnehmen Sie den Akku. Zur Reinigung eines E-Bikes sollte nie ein Hochdruck- oder Dampfstrahler verwendet werden, da dies zu Schäden an der Elektronik führen kann. Ein feuchter Lappen sollte zur Reinigung des Gehäuses ausreichen.

Vor Einsetzen des Akkus sollten die Anschlüsse sauber und trocken sein. Sie können mit einem saugfähigen, weichen Stofftuch von Feuchtigkeits– o.a. Rückständen befreit werden. 


4. Transport

Lithium-Ionen-Akkus sind temperaturempfindlich und vertragen keine Hitze, zum Beispiel durch hohe Sonneinstrahlung und auch keine hohen Minustemperaturen (ähnlich einem Mobiltelefon). Bei längeren Fahrten sollte der Akku daher vor Hitze und Kälte, aber auch vor Stößen geschützt werden. Idealerweise entnimmt man ihn daher vor dem Start. Die Kontakte am Rahmen können beispielsweise mit einer Plastiktüte vor Regen geschützt werden.

 

5. Winter

Bei Minustemperaturen ist mit Effizienzeinbußen beim E-Bike-Akku zu rechnen, d.h. dieser entlädt schneller. Ansonsten macht die Kälte dem E-Bike-Akku wenig aus — solange man fährt.

Der Ladevorgang sollte jedoch nicht draußen stattfinden, da Minusgrade den Akku schädigen können. Vor dem Anschließen des Netzteils sollte der Akku etwa 15 Minuten bei Zimmertemperatur aufwärmen.

Möchte man in den Wintermonaten das E-Bike nicht benutzen, sollte der Akku bei 50%-Ladezustand und 10°-20° Grad Celsius gelagert werden.